Vorwort

 

 

 

                                            V O R W O R T

 

  Meine Liebe zu den Pyrenäen besteht bereits seit mehr als 12 Jahren. Seit ich das

  erste Mal mit Freunden den Pic Canigou mit 2785 m Höhe bestiegen habe,

  unternehme ich von Mai bis Oktober fast wöchentlich Tagestouren in den Pyrenäen

  Orientales.

  Der GR 10, einer der schönsten Weitwanderwege Europas, erstreckt sich  von

  Hendaye am Atlantik bis Banyuls am Mittelmeer über ca. 900 km und ca. 45000

  Höhenmeter. Er führt über drei Regionen: Atlantik-Pyrenäen, Hoch-Pyrenäen,

  Ost-Pyrenäen und durchquert dabei fünf Départements.

  Gelegentlich tangiert er die spanische Grenze.  Die Wegstrecke ist durchweg  mit

  weiß-roten Balken markiert. Für die Begehung in einem Stück ist unbedingt eine sehr

  gute körperliche Verfassung und Kondition erforderlich genauso wie Trittsicherheit

  und Schwindelfreihheit.

                      

 

  Den Beginn meiner Wanderung habe ich auf Ende August festgelegt, da man in den

  Hochlagen bereits ab Ende September mit Schnee rechnen muß. In meinem

  Wanderführer ist die Gesammtbegehung mit 52 Tagen angegeben.

  Einige davon mit nur 4 bis 6 Stunden Gehzeit. Ich habe dafür 42 Tage geplant.

  Tagestouren mit einer reinen Gehzeit von 10 bis 12 Stunden dürften für mich kein

  Problem sein. Die Etappen habe ich so gelegt, dass ich am Abend fast immer eine

  bewirtschaftete Unterkunft erreiche, entweder Hotel, Gîte d'étape, Refuge oder

  Chalet. Eine ausreichende Nahrungsaufnahme ist für mich sehr wichtig um meine

  körperliche Leistungsfähigkeit während der gesamten Wanderung zu erhalten.

  Deshalb bevorzuge ich die Unterkünfte in denen ich am Abend eine warme Mahlzeit

  bekommen kann. Tagsüber plane ich meine Rationen vorwiegend mit 2 bis 3 Litern

  Wasser mit zusätzlichem Magnesium, Müsli- und Schokoriegeln, Brot, Wurst, Käse,

  Obst.

  Meine Ausrüstung besteht aus gut eingelaufenen Bergschuhen, Trekkinghose,

  Socken, Unterwäsche, Taschentuch, Jacke, T-Shirt, Mütze, Sonnenbrille, Brustbeutel

  mit Geld, Kreditkarte und Ausweis sowie Teleskopstöcke. Im Rucksack sind zwei

  Paar Unterwäsche und Socken, Taschentuch, leichte Regenjacke, Regenponcho,

  T-Shirt, kurze Wanderhose, Trekkinghose, Handschuhe, Schnürsenkel als Reserve,

   Waschzeug, Rasierzeug, Handtuch, Sandalen, Sonnencreme, Stirnlampe, Messer,

   Feuerzeug, Isomatte, Sommerschlafsack, Zelt 1,5 kg, Proviant, Trinkflaschen,

   zurechtgeschnittene Wanderkarten (carte de randonnées, Maßstab 1:50 000).

   Insgesamt ein Gewicht von ca. 16 bis 18 kg. Auf Kocher und Geschirr verzichte ich.

 

 Dieter Schulz